Ananas gehört zu den Bromeliengewächsen und kann eine bis zu vier Kilogramm schwere Scheinfrucht der Ananasstaude werden. Jede dieser Ananasstauden kann nur ein einziges Mal geerntet werden, danach stirbt die Staude ab. Ananas wächst nur in tropischen Ländern, wie zum Beispiel Madagaskar, Brasilien, Hawaii oder Thailand und Kolumbien. Was diese Frucht auszeichnet, ist ihre aromatische Süße verbunden mit der fruchtigen Säure und dem goldgelben Aussehen. Ananas ist auch in Deutschland eine beliebte Frucht, die sehr gesund ist und auch im Zusammenhang mit Diäten Verwendung findet. Aufgrund ihres hohen Enzymgehaltes ist sie reich an Entzündungen hemmenden Wirkstoffen.
Die Ananasfrüchte werden in den jeweiligen Ländern für den Export in unreifem Zustand geerntet, während des wochenlangen Transports reifen sie dann nach. Aber leider erreichen sie dabei niemals die Süße und den Gehalt an Nährstoffen wie eine an der Staude vollkommen ausgereifte Ananas. Das wissen viele, die schon einmal in Ländern waren, wo die Ananas wächst und sie dort verzehrt haben.
Die Ananas als Trockenfrucht
Getrocknete Ananasfrüchte sind eine wirkliche Delikatesse. Für die Herstellung von Trockenfrüchten finden ausschließlich vollkommen ausgereifte und süße Früchte Verwendung.
Dazu werden die Ananas nach dem sie geerntet, nach ihrer Größe sortiert und gewaschen. Die Schälung erfolgt maschinell in zwei Stufen, dabei wird auch der Kern entnommen. Das blanke Fruchtfleisch wird dann zunächst in Scheiben geschnitten und zum Trocknen ausgelegt. Der Trocknungsprozess findet in überdimensionalen Öfen unter der Zufuhr von Warmluft statt. Sind die Scheiben getrocknet, werden sie mithilfe von Stickstoffatmosphäre in Beutel verpackt, mit einer Lot-Nummer gekennzeichnet und in entsprechende Kartons gefüllt. Die getrocknete Ananas wird am besten bei einer Temperatur von 11 bis 15 Grad dunkel gelagert.
Die Inhaltsstoffe der getrockneten Ananas
Der hohe Enzymgehalt bleibt auch in den Trockenfrüchten zum großen Teil erhalten. Sie sind reich an Bromelin, Amylase, Invertase und anderen Enzymen. Des Weiteren enthält die trockene Ananas Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Kalzium und die Spurenelemente Eisen, Zink, Kupfer und Mangan sowie Vitamine. In den Ursprungsländern wird die Ananas erfolgreich zur Therapie bei Verstopfung, mangelndem Appetit, bei Blähungen und auch bei Durchfall eingesetzt. Das Bromelin in der Ananas ist für die besondere Heilwirkung, die mit der Ananas erreicht werden kann, verantwortlich. Es trägt zu Verdauungsförderung und zu einer besseren Durchblutung bei. Die Ananas wirkt entwässernd und wird aus diesem Grund gern im Zusammenhang mit Diäten genutzt.